19. Jahrhundert


Nach über 100 Jahren wurde im Jahr 1877 der Holzkohlehochofen in Laufach stillgelegt. Ein sehr erfolgreicher Abschnitt des Bergbaus ging damit zu Ende.

Ab dem Jahr 1871 wurden bereits vorher vorhandene Stollen der Grube Wilhelmine im größeren Stil aufgefahren. Erst  ab dieser Zeit gibt es sichere Nachweise für den Betrieb der Grube Wilhelmine. Auch die Höhe der meisten Stollen und Strecken im Grubengebäude weist darauf hin, dass sie erst nach 1870 angelegt wurden.

Von 1880 bis 1890 betrieb Heinrich Höch aus München die Grube Wilhelmine und beschäftigte damals 30 bis 40 Leute. Die Löhne der Bergleute lagen zwar höher als die Einkünfte ihrer Nachbarn in der Landwirtschaft, aber der Preis lag aufgrund der schweren Arbeit in einer niedrigeren Lebenerwartung. Der Tagelohn eines Gruppenarbeiters lag bei 1,70 bis 1,80 M, ein Hilfsarbeiter verdiente 1,00 bis 1,20 M und auch Kinder mussten damals mit anpacken. Deren Verdienst lag bei 0,70 bis 0,80 M.

Im Jahr 1890 wurde die Ofenanlage abgebrochen. Zu dieser Zeit gab es im Oberen Kahlgrund 42 Gruben, 11 davon in Sommerkahl.

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