Tag des Offenen Denkmals 2016

Abkühlung tief im Bergfoerderkorb__

Über 250 Besucher suchten am Sonntag, 11. September 2016 bei strahlendem Sonnenschein Abkühlung bei 9C im Besucherbergwerk Grube Wilhelmine in Sommerkahl. Eingeladen hatte der Förderverein Kupferbergwerk Grube Wilhelmine zum Tag des Offenen Denkmals.

In Gruppen zu 15 bis 20 Besuchern konnten die Gäste zwischen 10.00 und 16.30 Uhr unter fachkundiger Führung von 8 Bergwerkführern die faszinierende Farbenpracht der Mineralien in der Unter-Tage-Welt erkunden. Zu bestaunen gab es tiefblaue Azurit-Felder, grüne Malachitüberzüge und gelbe Schwefelflächen auf den Stollen- und Schachtwänden und in den beiden Oberbrüchen. Die Besucher erhielten einen Einblick in die mühsame und kräfteraubende Arbeit der früheren Bergleute. In gebückter Haltung mussten diese in niedrigen Stollen bei dem schwachen Licht einer Öllampe ihr Untertagewerk verrichten. Durch das Abschlagen des Gesteins und die Bohrungen von Sprenglöchern atmeten sie viel quarzstaubbelastete Luft ein. Eine historische Froschlampe im Stollen vermittelte den Besuchern am Denkmalstag die früheren Lichtverhältnisse bei der Arbeit im Stollen. Beim Licht dieser Fettlampe, das kaum heller als eine Kerze leuchtete, mussten die Bergleute nicht nur durch die Stollen und Schächte in das Bergwerk einfahren, sondern auch die Kupfererzadern erkennen und aus dem Berg herausschlagen.

Auch der farbig schillernde „Hochzeitsstollen“, das einzigartige Standesamt unter Tage, war am Denkmalstag bei der Besichtigung eingeschlossen. Im Außenbereich konnte vor allem der historische Förderkorb, der 2003 aus dem Schacht der Wilhelmine geborgen wurde, in Augenschein genommen werden. Zum letzten Male präsentierte auch die provisorische Dauerausstellung im Infocontainer ihre Mineralien aus der Grube und Werkzeuge der Bergleute. Gegen Ende des Jahres wird diese in die neugestaltete Dauerausstellung im Vereinsheim umziehen.
Vor der Grube wurden die Besucher mit Kaffee, Kuchen und Kaltgetränken bewirtet.

Das Bild zeigt den historischen Förderkorb aus der Grube Wilhelmine, geborgen im Jahr 2003 aus dem Schacht.

Peter Popp

Artikel im Wortlaut, wie er für die Freitags-Beilage „Unser Echo“ des Main-Echo eingeschickt wurde.

 

11. September 2016

PlakatAn diesem Tag waren bayernweit viele Sehenswürdigkeiten für Besucher zugänglich, die sonst Ihre Pforten geschlossen haben. Bei dem Kupferbergwerk „Grube Wilhelmine“ ist es ähnlich, für Unbefugte verschlossen und der Zugang ist ohne Führung untersagt.

An diesem Tag aber konnte jeder kommen, sehen und staunen. Geboten wurden Führungen durch die alten Bergwerksanlagen und eine sehr umfangreiche Ausstellung mit Mineralien und Modelle der alten technischen Aufbereitungsmöglichkeiten.

Öffnungzeiten: 10 bis 16:00 Uhr (letzte Führung), eine Voranmeldung war nicht nötig.

 

Weitere Infos:

–> Tag des offenen Denkmals, Grube Wilhelmine

–> Beachten Sie bitte auch den Zeitungsartikel aus dem Main-Echo vom 2. September 2015

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