Sommerkahler Lore am Geopunkt Buchberg in Mömlingen

Sommerkahler Lore findet neue Heimat

Am 17. April 2016 wurde im Waldgebiet Buchberg in Mömlingen, ca. 2,5 km südöstlich vom Ortskern gelegen, der Geopunkt Buchberg („Mömlingens heißes Pflaster“) eingeweiht. Hierbei handelt es sich um einen alten Förder-, später Lüftungsschacht, welcher für den Basaltabbau im Buchberg abgeteuft wurde. Für diesen Geopunkt stellte das Kupferbergwerk Grube Wilhelmine Sommerkahl eine überzählige Lore zur Verfügung.

Im Mömlinger Buchberg durchschießt ein Basaltstreifen den örtlich dominanten roten Buntsandstein und weist an der Oberfläche immerhin noch eine Mächtigkeit von 5 bis 10 m Gangbreite auf. Schon 35 m unter der Erdoberfläche verbreitert sich das Vorkommen deutlich, so dass der Basalt auch untertägig abgebaut wurde – eine Seltenheit im Basaltbergbau. Der Mömlinger Basalt fand Verwendung vor allem als Pflasterstein im Straßenbau.

Der Basaltabbau wurde von 1851 bis 1928  betrieben, zunächst im Tagebau, später auch unter Tage. Etwa ein Drittel der untertägigen Stollen sind seit über 100 Jahren verstürzt.

Die Lage des Geopunktes und des Basaltbergwerks sind übrigens deutlich auf einer Orientierungslaufkarte des TV Mömlingen von 1983 zu sehen. Bei der Kartografierung des Gebietes für die Bayerischen Meisterschaften im Orientierungslauf waren damals die deutlichen Geländeformen aufgefallen und in die Karte aufgenommen worden.

geopunkt_buchberg_moemlingen1

Einweihung des Geopunktes Buchberg, Teil des Geo Naturparkes Bergstraße-Odenwald

geopunkt_buchberg_moemlingen2

Neue Heimat für die überzählige Sommerkahler Lore im Geopunkt

geopunkt_buchberg_moemlingen3

lage basaltbruch auf orientierungslaufkarte

lage geopunkt auf orientierungslaufkarte