Die Heilige Barbara

Statue der Heiligen Barbara im Hochzeitsstollen der Grube Wilhelmine

Statue der Heiligen Barbara im Hochzeitsstollen der Grube Wilhelmine

Die Heilige Barbara – Schutzpatronin der Bergleute

Gedenktag: 4. Dezember

Die heilige Barbara von Nikomedien (3. Jahrhundert n.Chr.) gilt als Schutzpatronin der Bergleute und all der Berufe, bei denen es schießt und knallt.

Zu ihrem Leben wurden zahlreiche Legenden überliefert, deren Kern besagt, dass Barbara wegen Ungehorsams gegen den ihren Vater in einen Berg oder einen Turm gesperrt wird und den Rest ihres Lebens in der Enge und Dunkelheit des Berges oder Turmes verbringen muss. Für den Ungehorsam werden im Wesentlichen zwei Gründe genannt, die beide die Willensstärke der jungen Frau hervorheben: In einem Erzählstrang der Legende soll Barbara als gute Partie mit einem vermögenden Jüngling verheiratet werden, obwohl sie sich für ein eheloses Leben entschieden hat. Im anderen Erzählstrang konvertiert Barbara gegen den vehementen Willen des Vaters vom Heidentum zum Christentum. In beiden Fällen pocht sie darauf, selbst über ihr Leben bestimmen zu können. Als Folge dieses Ungehorsams wird sie auf Anweisung ihres Vaters eingesperrt, bis sie zur Vernunft gekommen sei. Da der erwünschte Erfolg ausbleibt, muss sie schließlich zur Bestrafung den Märtyrertod sterben.

Barbarastatue am Förderschacht der Grube Wilhelmine

Barbarastatue am Förderschacht der Grube Wilhelmine

Es sind wohl die Enge und Dunkelheit in einem Bergwerk, welche die Bergleute zur Wahl der heiligen Barbara als Schutzheilige geführt haben – Situationen, die Barbara wohl vertraut waren. Weil Bergleute mit Schwarzpulver Löcher in den Berg sprengten, wurde sie auch Schutzpatronin der Artillerie und – kurz gesagt – all dessen, was schießt und knallt.

Wegen der Konvertierung zum Christentum in heidnischer Zeit wird Barbara gerne mit einem Kelch dargestellt. Ebenso gehört der Turm zu ihrer Darstellung. Sie zählt zu den Vierzehn Nothelfern.

In der Grube Wilhelmine ist die Heilige Barbara als Statue an zwei Stellen präsent: Am Förderschacht und im sog. „Hochzeitsstollen“, dem westlichen Oberbruch.

Ausführliche Informationen zur Heiligen Barbara finden sich z.B. auf   –> Wikipedia oder im   –> Ökumenischen Heiligenlexikon.